Die wichtigste Superkraft eines Helden - "Charisma" – Angeboren oder erlernbar?

27.11.2017

"Wenn ich die Bühne betrete, bin ich ein völlig anderer Mensche. Auf der Bühne bin ich ein von vor Charisma sprühender Popstar. Abseits davon fällt es mir schwer, ein vernünftiges Wort hervorzubringen. Ich weiß nicht, wie man mit anderen redet. Und so geht es mir, solange ich mich erinnern kann, abgesehen von meiner Kindheit. Als ich "Robbie-mit-den-vielen-Freunden" war." Robin Williams

Ja, es gibt Sie die Helden unserer Zeit. Es sind die großen Vorbilder, zu denen wir aufschauen. Wir hören Ihnen gerne zu. Wir lernen von Ihnen. Manchmal sind es große Sportler wie Matthias Steiner, Billi Jean King oder Michael Jordan, die uns so faszinieren. Es sind große Staatsmänner, wie John F. Kennedy, Helmut Schmidt oder Winston Churchill, die uns in Ihren Bann gezogen haben. Aber manchmal sind es auch die Helden um uns herum, wie unsere Eltern oder ein guter Arbeitskollege, zu denen wir mit stolz aufblicken können.

Doch was verbindet diese Personen und warum haben sie solch eine Wirkung und Strahlkraft auf uns? Haben Sie vielleicht das gewisse Etwas?

Genau! Es ist das Charisma, was sie versprühen und das befähigt sie, andere in Ihren Bann zu ziehen. Doch Charisma zu besitzen heißt nicht unbedingt beliebt zu sein.

"Popularität ist das Gegenteil von Charisma. Wenn Sie das jetzt auf einen Chef beziehen, dann ist der Boss, der am beliebtesten ist, wahrscheinlich aber nicht derjenige, der seine Leute am meisten motiviert. Der charismatische Chef ist hingegen eine Persönlichkeit, die am meisten respektiert wird und vor der die Mitarbeiter und Kollegen oft große Ehrfurcht haben. Das zeigt sich auch darin, dass die Mitarbeiter hinterher sehr stolz auf die Leistungen sind, die sie für diesen Chef erbracht haben. Dadurch werden sie höchst motiviert. " Michael Pfau, Psychologie-Professor an der Universität von San Diego

Und eins müssen Sie wissen. Ob wir charismatisch sind oder nicht, dass können nur andere Menschen aber nicht wir selbst beurteilen.

Doch was heißt das? Können wir nicht an unserer Wirkung auf andere arbeiten und lässt sich dadurch Charisma vielleicht sogar lernen?

Ja, das können wir.

1. Werden Sie Fachkompetent

Können wir immer charismatisch sein?

Natürlich können wir nicht immer charismatisch sein. Robin Williams hat es oben schon erwähnt. Unser charismatischer Auftritt ist nämlich sehr stark vom Thema abhängig. Ich kann niemanden überzeugen, wenn mir persönlich die Kompetenz fehlt. Das gilt für Vorträge, für Meetings, für Mitarbeitergespräche, aber auch für Gesprächemit Freunden.

Das heißt natürlich, dass Sie an Ihrer Themenkompetenz arbeiten solltne.

Doch ACHTUNG! - Die Zitate "Fachidiot schlägt Kunden Tot" und "Klugscheißer kann niemand leiden" haben hier immer noch Ihre Wirkung.

Deswegen ist es wichtig an seiner Rhetorik zu arbeiten.

2. Verbessern Sie Ihre Rhetorik

Besuchen Sie Rhetorikseminare, filmen Sie sich bei Ihren Übungen, holen Sie sich Feedback über Ihre Wirkung, setzen Sie sich Ziele für Ihren Vortrag, studieren Sie tolle Vortragsredner und hören Sie nicht auf, besser werden zu wollen.

Und dieser Plan gilt auch für weitere Punkte denen Sie arbeiten können:

3 . Entwickeln Sie Empathie

Hier spricht man von den Fhigkeiten der Anteilnahme, des Interesses, und des Mitgefühls. Fragen Sie mal Ihre Freunde oder Kollegen, wie Sie in diesen Bereichen auf Sie wirken.

Charismatische Menschen finden die richtige Balance zwischen der Wahrnehmung ihrer eigenen Bedürfnisse und der Anteilnahme am Leben anderer Menschen. Sie selbst stehen nicht an erster Stelle und benötigen die Ellbogenmentalität als einziges probates Mittel für Erfolg.

4 . Lernen Sie realistisches positives Denken

Charismatische Menschen denken in Möglichkeiten und nicht in Problemen. Sie werden niemals einen charismatschen Redner oder Chef finden, der sich den ganzen beschwert und Ihnen erzählt, was alles nicht funktioniert.

Natürlich spreche ich hier nicht von "sich alles schön reden". Nein, die negative Situation darf als solche erkannt werden. Es stellt sich allein die Frage, wie Sie mit dieser umgehen. Jammern oder anpacken? Das ist hier die Frage.

5. Behalten Sie Ihren Fokus

Schauen Sie von Zeit zu Zeit aus der Vogelperspektive auf Ihr Leben. Stellen Sie sich Ihren Fokus wie das Objektiv einer Kamera vor, die scharf, klar und ehrlich alles betrachtet, was geschieht.

Zeichnen Sie sich selbst und alle Personen und Einflüsse mal auf. Welche tun Ihnen gut und welche nicht? Was wollen Sie ändern?

Genuso schreiben Sie einmal auf, was die Leute von Ihnen am Ende Ihres Lebens von Ihnen sagen sollen. Und dann vergleichen Sie und planen Sie, was sie zu tun haben um dieser zu werden!

6. Bleiben Sie Neugierig

Einer der mächtigsten Tipps überhaupt, um Charisma zu entwickeln: Bleiben Sie neugierig und werden Sie kreativ! Ja, sie dürfen anders sein. Nein, Sie sollten sogar anders sein. Uns stand noch nie so viel Wissen zur Verfügung. Noch nie konnten wir so einfach mit anderen Menschen kommunizieren. Und was tun wir? Konsumieren katastrophale Nachrichten oder schauen RTL2.

Kaum etwas ist so attraktiv und anziehend wie echte Neugier. Wir alle kennen Leute, die nur von sich erzählen.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich finde solche Leute nicht besonders sympathisch oder charismatisch. Umso mehr freuen wir uns alle wohl über Menschen mit echtem Interesse an uns und unserem Leben. Um die eigene Achse kreisen kann jeder. Aber wie charismatisch und kraftvoll ist Neugier in Form von aufrichtigem Interesse?

Fazit

Wer unter Charisma ein einstudiertes Auftreten versteht, wirkt aufgesetzt. Ein authentisches Charisma entsteht ohne eigenes Zutun. Sie können diese Aufgaben nicht wie eine To-Do-Liste abarbeiten und sind danach charismatischer. Sie müssen diese Aufgaben tun wollen, weil Sie Ihnen Spaß machen und dann muss es zur inneren Einstellung werden und - je wahrhaftiger und mutiger wir uns verhalten, desto charismatischer wirken wir ganz automatisch.

Euer Heldenmacher

Marcus Appelt