Marcus Appelt

Businesstrainer, Personalentwickler und Heldenmacher

Erfahrungen & Bewertungen zu Marcus Appelt

Marcus Appelt macht Menschen zu Helden! Stärke, Flexibilität, Ausdauer und Willenskraft stehen für seine Person. Egal ob auf der Bühne, in Seminaren, auf dem verschneiten Berg oder im persönlichen Gespräch - er bewegt seit über zehn Jahren den Körper und Geist von Menschen und unterstützt sie, diese Attribute weiterzuentwickeln.

 

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"Happy Leading" - Wie werde ich zum emotional stabilen Helden?

Es gibt Chefs, die bei jeder Kleinigkeit, sofort an die Decke gehen. Genauso gibt es aber auch Personen, bei denen Ihnen das sofort passiert. Egal was diese Personen sagen, oder was diese mit Ihrer Aussage überhaupt gemeint haben.

Sie sind dann sofort der Meinung, dass Sie sich das nicht gefallen lassen sollten. Auch die Chefs denken so: "Das kann doch nicht sein. Dem muss ich mal klar machen, dass das hier so nicht läuft!"

Auch geschieht es uns oft selbst, dass wir endlich mal Luft ablassen wollen. Wir warten nur auf das nächste Meeting, die anstehende Jahreshauptversammlung im Verein oder den Elternabend, um endlich sagen zu können, was wir denken. Danach kommen wir nach Hause und sind stolz darauf, dass wir mal so richtig auf den Putz gehauen haben. "Denen hab ich mal meine Meinung gegeigt!"

Ist das hilfreich? Hat es die Problematik gelöst, weil ich dagegen war und ordentlich losgepoltert habe? Hat es meinen Mitarbeiter besser gemacht, weil ich Ihn "zusammen gefaltet habe" oder hat es das Problem gelöst, dass ich meinem Kollegen gegenüber "Dampf abgelassen" habe?

Im ersten Augenblick, hat es Ihnen selbst vielleicht geholfen, sonst hätten Sie ja nicht so reagiert aber andererseits lösen sie so eher nicht die Probleme.

In einem Seminar sprachen wir ebenfalls das Thema an. Und die Seminarteilnehmerin meinte dann: "Aber Herr Appelt ich kann den Ärger doch nicht mit nach Hause nehmen, dann muss ich Ihn bei Irgendwem ablassen. Der Dampf muss raus"

Ich stellte Ihr dann nur die Fragen: Wem hilft das Dampf ablassen? Löst es das Problem? Wie geht es der Person, die es abbekommt? Und ist es fair, dass diese Person es abbekommt?

Das veränderte zum Glück Ihren Blickwinkel. Denn eins ist klar: Wie, wann und ob Ärger in uns entsteht, dafür sind wir ganz allein verantwortlich!

Was resultiert aus schlechtem Selbstmanagement?

Situation 1:

Stellen Sie sich vor, dass Sie den ganzen Tag für Ihren Chef an einer Präsentation gearbeitet. Sie haben die Pause sausen lassen und haben schon eine Stunde Feierabend. Nun kommt Ihr Vorgesetzter rein und fragt ob sie immer noch nicht fertig sind.

Sie denken sich: "Ein ungeheuerlicher Angriff auf Sie und Ihre Arbeit!"

Situation 2:

Ihr Kind kommt immer wieder mit vielen Hausaufgaben nach Hause, ist immer wieder überfordert und der Spaß an der Schule hat nachgelassen. Ihr Ärger sammelt sich immer weiter und sie denken sich, am Elternabend muss das ganze raus und sie müssen der Lehrerin mal klar machen, dass das so nicht laufen kann. Genauso treten Sie auch am Elternabend auf. Sie gehen voll auf Angriff!

Ärger ist immer gleichzusetzen mit einem Angriff. Und unsere Evolution hat uns für einen Angriff ein festes Verhaltensmuster mitgegeben um zu überleben. Dieses Verhaltensmuster besteht aus 3 möglichen Reaktion. 1. Angriff 2. Flucht 3. Tot stellen.

Sprich wenn sie jemanden angreifen (wie z.B. beim Elternabend) werden Sie wohl eher keine konstruktive Problemlösung ermitteln können. Denn entweder wird die Lehrerin auf Gegenangriff gehen, sich aus dem Thema flüchten oder Sie einfach ignorieren. Und ich glaube nicht, dass es das ist, was Ihrem Sohn wirklich weiterhelfen könnte.

Genauso verhält es sich, wenn Sie angegriffen werden oder sich angegriffen fühlen.

Bei der Aussage von Ihrem Chef werden Sie entweder auf Gegenangriff gehen, gar nichts dazu sagen oder die Flucht ergreifen. Auch hier kann diesmal von Ihnen keine konstruktive Problemlösung zu erwarten sein.

Keines dieser Verhalten ist konstruktiv und macht Sie selbst oder andere glücklich.

Damit meine ich nicht, dass Sie keine Kritik äußern sollen. Kritik und Feedback sind extrem wichtig. Doch es kommt auf das Wie an!

Und deshalb sollten Sie sich und Ihre Gefühle selbst managen können. Die eine goldene Regel für emotionale Stabilität gibt es nicht. Viel mehr sollten Sie sich selbst hinterfragen und sich selbst bewusst sein, wie Sie wann reagieren. Folgende Punkte können Ihnen helfen.

1. Die Tagesform

Je nach Tagesform reagieren und agieren wir anders. An einem sonnigen wunderbaren Tag kann uns nichts erschüttern und ärgern und an einem anderen Tag reicht uns schon die erste Begegnung mit einem Kollegen und man würde am liebsten wieder sofort nach Hause gehen. Was hat den Einfluss auf Sie?

Hier komme ich gerne immer wieder auf die "Ärgertasse" zurück.

Sobald wir aufstehen hat alles Einfluss auf unsere Stimmung.

Z.B.:

  • Beim Aufstehen stoße ich mir den Zeh

  • Dann stelle ich fest, dass der Kaffee alle ist

  • in der Zeitung lese ich den ersten Bericht eines korrupten Politikers

  • Im Sportteil einen Artikel über Doping

  • Auf dem Weg zur Arbeit nimmt mir jemand die Vorfahrt

  • Im Büro wartet schon eine Mail mit der Ablehnung eines Angebot

So füllt sich langsam die Ärgertasse und irgendwann läuft sie über!

Und dann macht einer Ihrer Mitarbeiter einen Fehler und es platzt aus Ihnen heraus.

Was können Sie tun?

  1. Meiden Sie Nachrichten. 90 % der heutigen Nachrichten sind negativ. Wenn es wichtig ist, werden Sie früh genug davon erfahren und dann können Sie es immernoch lesen

  2. Tun Sie Dinge die Ihre Laune heben wie z.B. mit den Kindern spielen, bewusst Lachen usw...

  3. Auf dem Weg zur Arbeit können sie aufmunternde oder entspannende Musik hören

  4. Fahren sie länger als 15 Minuten Auto, dann nutzen Sie die Zeit und hören Hörbücher (gerne lustig)

  5. Seien sie sich der negativen Einflüsse bewusst. Und wenn Ihnen etwas schlechtes passiert, dann ziehen Sie daraus positive Schlüsse

  6. Treiben sie regelmäßig Sport und ernähren Sie sich gesund

2. Die falsche Person

Es gibt Personen da fahren Sie immer wieder sofort aus Ihrer Haut. Sie regt Sie fast schon bei jedem Wort auf. Dafür, dass Sie diese Person oder sein Verhalten nicht leiden können, kann es verschiedene Gründe geben. 1. Er hat oder kann etwas, was sie gerne an sich hätten oder können würden 2. Er kann oder hat etwas, was sie an sich selbst nicht leiden können 3. Er erinnert Sie an eine Person, die Sie ebenfalls nicht leiden können.

Hier besteht die einzige Aufgabe darin, über den eigenen Schatten zu springen und ehrlich zu sich selbst zu sein.

Diese 3 Thesen sollten Sie ehrlich für sich beantworten. Wenn Sie diese 3 Thesen ausschließen können, dann sollten sie sich fragen, auf welchem Ohr Sie bei dieser Person hören.

3. Der Klassiker "Das Sender-Empfänger-Prinzip" und "Das 4 Ohren-Modell"

    Durch Mimik, Gestik und Sprache wird jede Nachricht codiert. Diese Mitteilung muss dann durch den Empfänger decodiert und verstanden werden. Wie diese decodiert wird, liegt allein beim Empfänger. Einflussfaktoren sind auch hier die Tagesform, eigene Erfahrungen, die Beziehung zum Sender oder die eigene Laune. Das heißt Sie bestimmen selbst, was bei Ihnen ankommt. Bewusst oder sehr oft unbewusst. Dabei kann uns das "4-Ohren-Modell helfen".

Der Empfänger entscheidet selbst, mit welchem Ohr er eine Nachricht hören möchte. Wenn z.B. Ihre Partnerin neben Ihnen im Auto sitzt und sagt, dass die Ampel grün ist. Dann fühlen Sie sich evtl. direkt angegriffen. Doch wenn ihr bester Freund neben Ihnen im Auto sitzt und sagt, dass die Ampel grün ist, dann bedanken Sie sich für die Info. Beide Personen sagten und vor allem meinten Sie das gleiche. Sie haben es aber jeweils unterschiedlich aufgenommen.

Kommunikation ist kompliziert und selten miteinander Kompatibel. Deswegen entstehen oft Konflikte.

Deswegen hören sie bitte primär auf dem Sachohr. Und bevor sie selbst interpretieren, fragen sie doch einfach, was mit der Aussage gemeint ist.

4. Der Blick von außen

Wenn Sie immer wieder bei einer bestimmten Person sofort Ärger verspüren, dann wagen Sie einen Blick von außen auf sich und die Beziehung zu dieser Person. Schauen Sie sich mal von außen zu, wie Sie reagieren und vor allem warum. Fertigen Sie dazu gerne ein eigenes Schaubild an.

Nun überlegen Sie, wie Sie reagieren müssten, damit dieser Konflikt nicht zustande kommt und sogar konstruktiv sein könnte. Schreiben Sie einen idealen Gesprächsverlauf auf und nehmen Sie es sich für das nächste Aufeinandertreffen vor, entsprechend zu reagieren.

Solch eine Vorbereitung können Sie natürlich auch für ein Meeting oder eine Versammlung machen. Notieren Sie sich vor allem ihr persönliches Ziel für das Gespräch. Denn zwischen "Luft ablassen" und "Etwas bewirken" liegen Welten.

Und beharren Sie nicht immer auf Ihrem Recht. Oft ist es völlig egal, wer Recht hat.

5. Verständnis for Horst entwickeln

In meinen Seminaren nenne ich diese Person immer Horst. Und mit Horst machen meine Seminarteilnehmer immer wieder eine Übung. Sie stellen sich die schlimmste Person im Betrieb vor die sie haben. Diese Person nennen wir dann immer Horst. Nun sammeln Sie alle möglichen Informationen über Horst. Mit diesen Informationen müssen Sie dann erklären können, warum der Horst so ist wie er ist.

Nun ersetzen sie den Namen Horst durch Ihren eigenen Namen und überlegen, wie Sie selbst wären und wie Sie handeln würden, wenn diese ganzen Einflüsse auf Sie gewirkt hätten.

Sie sollen das schlechte Verhalten natürlich nicht akzeptieren, aber Sie dürfen Verständnis dafür entwickeln. Denn das gibt Ihnen wieder einen ganz anderen Handlungsspielraum.



Emotionale Stabilität ist ein Prozess. Seien Sie dafür mutig und offen.

Wir brauchen in unserer komplizierten Welt emotional stabile Helden!


Ihre Heldenmacher

Marcus O. Appelt

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